Unsere Beziehungen mit dem Yachtclub Haapsalu sind kompliziert.

Der Haapsalu Yachthafen, der eigentlich der Aktiengesellschaft AS Lääne Kalur gehörte, wurde bis 2003 vom Yachtklub AS Haapsalu Jahtklubi verwaltet. Der letztgenannte Yachtklub erledigte aber seine Arbeit schlecht, indem er Kleinboote in Gefahr gesetzte.


Danach wurde Haapsalu Yachthafen zum Suur Holm Hafen umgewandelt und der Yachtklub stand als ein Klub ohne Hafen da.


Im Jahr 2004 versuchte der Yachtklub AS Haapsalu Jahtklubi, den aus Beton gebauten Dauerkai an den Suur Holm Hafen zu verkaufen, wobei dieser Kai nicht ihnen, sondern sowieso uns gehörte.


Der Kai ist unter dem Namen Besucherkai von Haapsalu bekannt, und man wollte für ihn eine Million EEK bekommen. Für den Fall, dass der Kai nicht gekauft wird, wurden wir mit verschiedenen Problemen bedroht, die bald auch eingetroffen sind.


Leider haben sich auch mehrere Segler der Stadt Haapsalu diesem ungesetzlichen Verkaufswunsch angeschlossen und aus Solidarität mit Erpressern ihre Plätze am Kai vom Suur Holm Hafen, wo ihre Yachten jahrelang gestanden hatten, aufgegeben. Auch fingen sie an, den Suur Holm Hafen mit unterschiedlichen falschen Anschuldigungen anzugreifen.


Aivar Reivik, der spätere Kommodore des Yachtklubs Haapsalu, anstatt den ihm angebotenen Weihnachtsfrieden anzunehmen, wandte sich an Politiker und bat eindeutig um “die Fortsetzung der schon eingeleiteten politischen Prozesse”.


Zu den eingeleiteten politischen Prozessen gehörte unter anderem auch die Reduzierung des Hafengebietes des Suur Holm Hafens. Dieser Versuch ist aber misslungen. Zu politischen Prozessen gehörten auch die Verfälschung der staatlichen Navigationsinformationen, die falsche Platzierung der Meereskoordinaten vom Suur Holm Hafen vor dem Haapsalu Yachtklub, die Verfälschung der statischen Daten über die Besucherzahlen des Suur Holm Hafens und deren Zuschreibung dem Yachtklub, usw.


Und schon ganz abscheulich ist die Tatsache, dass man angefangen hat, vom Suur Holm Hafen eine Durchgangsmöglichkeit zum internationalen Grenzpunkt zu verlangen, mit der Begründung, dass dieser Grenzpunkt sich im Yachtklub befinden und der Suur Holm Hafen den Zugang dazu hindern sollte. Der vom Amt für Wasserwege geleitete Ausschuss ist wirklich an Ort und Stelle erschienen und hat das Vorhandensein des nicht existierenden Grenzpunktes “festgestellt”. So einen Grenzpunkt hat es aber weder im Yachtklub noch im Suur Holm Sadam gegeben. Es gibt ihn nicht heute und wird es auch nie geben.


Mit Lügen über den nicht exstierenden Grenzpunkt ist man auch im Gericht, vor dem der Suur Holm Hafen sich zwei Jahre lang verteidigen und rechtfertigen musste, aufgetreten. Es stellte sich heraus, dass die Estnische Republik, die der Europäischen Union beigetreten und sich dem Schengener Visaraum angeschlossen hatte, entweder nicht weiß oder nicht wissen will, wo sich ihr internationaler Grenzpunkt befindet oder befunden hat.


Das Manipulieren mit den Grenzpunkten der Republik Estland müsste mit Hochverrat gleichgestellt werden. Eine Änderung entsprechender Gesetze während des Gerichtsverfahrens sollte doch unzulässig ein. Ist es aber nicht.


Mit dem heutigen Stand hat der Yachthafen Haapsalu wirklich einen eigenen Hafen, nämlich den Hafen Vesiviigi, und die Versuche, etwas zwangsweise an den Suur Holm Hafen zu verkaufen oder unseren Hafen billig aufzukaufen, haben endlich aufgehört.


Die Existenz des internationalen Grenzpunktes im Yachtklub Haapsalu konnte im Gericht nicht bestätigt werden.


Anstelle politischer Spielchen hat sich der Verwalter des neuen Veskiviigi Yachthafens an die Erfüllung der durch das Hafengesetz ihm auferlegten Verpflichtungen gemacht, und beschäftigt sich mit Instandbringung und Bezeichnung der Zufahrtsstraße zu seinem Hafen, welche Arbeit vom Suur Holm Hafen auf seinem Gelände schon längst gemacht ist.


Unsererseits wünschen wir dem neuen Hafen viel Erfolg und dem Yachthafen Haapsalu einen politisch neutralen Nachwuchs. Auch hoffen wir, dass es jetzt verständlich sein dürfte, warum unsere bilateralen Beziehungen kompliziert und nicht gerade die besten sind.


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